Achillessehnenentzündung: Ursachen, Symptome & Behandlungsmöglichkeiten

Eine Achillessehnenentzündung macht sich häufig durch Schmerzen oberhalb der Ferse oder direkt am Fersenbein bemerkbar. Typisch sind Anlaufschmerzen am Morgen sowie Beschwerden beim Gehen, Laufen, Springen oder Treppensteigen.

Hinter den Schmerzen steckt allerdings nicht immer eine klassische Entzündung. Vor allem bei länger anhaltenden Beschwerden liegen häufig Veränderungen der Sehnenstruktur und eine verminderte Belastbarkeit vor. Erfahre hier, wie Du Achillessehnenbeschwerden erkennst, welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen und wie Du die Sehne schrittweise wieder belasten kannst.

Inhaltsverzeichnis

Achillessehnenentzündung – Auf einen Blick

  • Was ist eine Achillessehnenentzündung? Meist handelt es sich um eine schmerzhafte Reizung und verminderte Belastbarkeit der Achillessehne, die medizinisch als Achillessehnentendinopathie bezeichnet wird.
  • Welche Symptome sind typisch? Häufig treten morgendliche Steifigkeit, Anlaufschmerzen, Druckempfindlichkeit und belastungsabhängige Schmerzen oberhalb der Ferse auf.
  • Wie entstehen die Beschwerden? Meist übersteigt die Belastung über einen längeren Zeitraum die aktuelle Belastbarkeit der Sehne, etwa nach einer schnellen Steigerung des Trainings.
  • Wie wird die Achillessehne behandelt? Die wichtigsten Maßnahmen sind eine angepasste Belastung und ein schrittweise gesteigertes Kräftigungsprogramm für Wadenmuskulatur und Sehne.
  • Wie lange dauert die Heilung? Je nach Dauer und Ausprägung der Beschwerden kann die Rehabilitation mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen.

Was ist eine Achillessehnenentzündung?

Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Sie überträgt die Kraft beim Abrollen des Fußes und wird bei nahezu jedem Schritt beansprucht. Besonders hohe Kräfte wirken beim Laufen, Springen und schnellen Richtungswechseln auf die Sehne.

Der umgangssprachliche Begriff Achillessehnenentzündung ist nicht immer medizinisch präzise. Bei länger bestehenden Beschwerden lässt sich häufig keine reine Entzündung nachweisen. Stattdessen kann die Sehne ihre Belastbarkeit verlieren und strukturelle Veränderungen entwickeln. Fachleute sprechen deshalb meist von einer Achillessehnentendinopathie.

Der Begriff Achillodynie bezeichnet allgemein Schmerzen im Bereich der Achillessehne. Er beschreibt das Beschwerdebild, sagt allein aber noch nichts über die genaue Ursache aus.

 

Ansatznahe und mittlere Achillessehnentendinopathie

Je nach Position der Beschwerden werden zwei Formen unterschieden:

  • Bei der ansatznahen Achillessehnentendinopathie liegen die Schmerzen unmittelbar am Übergang zwischen Achillessehne und Fersenbein.
  • Bei der mittleren Achillessehnentendinopathie treten sie typischerweise mehr als zwei Zentimeter oberhalb des Sehnenansatzes auf.

Diese Unterscheidung ist für die Behandlung wichtig. Einige Übungen, bei denen die Ferse unter das Niveau einer Treppenstufe abgesenkt wird, können die ansatznahe Achillessehne zusätzlich zusammendrücken und sind deshalb nicht für jede Form geeignet.

 

Ursachen einer Achillessehnenentzündung

Achillessehnenbeschwerden entstehen häufig durch ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Steigt die Beanspruchung schneller, als sich die Sehne anpassen kann, können Schmerzen, Steifigkeit und eine verringerte Belastbarkeit entstehen.

Auslöser ist nicht immer eine einzelne Verletzung. Häufig entwickeln sich die Beschwerden schleichend durch wiederholte Belastungen und unzureichende Regeneration.

Mögliche Auslöser und Risikofaktoren sind:

  • eine schnelle Steigerung von Trainingsumfang oder Intensität
  • ein Wiedereinstieg mit zu hoher Belastung nach einer Sportpause
  • häufiges Laufen, Springen oder Sprinten
  • vermehrtes Bergauf- oder Bergablaufen
  • ein Wechsel des Laufuntergrunds
  • ungewohnte körperliche Arbeit oder langes Stehen
  • zu kurze Erholungszeiten zwischen Trainingseinheiten
  • schwache oder schnell ermüdende Wadenmuskulatur
  • eine eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenks
  • ungünstige Bewegungsabläufe beim Gehen oder Laufen
  • Druck durch ungeeignetes oder schlecht sitzendes Schuhwerk
  • ein höheres Lebensalter
  • ein höheres Körpergewicht
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes

Nicht jeder Risikofaktor führt zwangsläufig zu Beschwerden. Häufig kommen mehrere Einflüsse zusammen. Selbst gut trainierte Sportler können eine Achillessehnentendinopathie entwickeln, wenn sich Umfang, Intensität oder Art der Belastung plötzlich verändern.

 

Können Medikamente die Achillessehne beeinträchtigen?

Bestimmte Medikamente können das Risiko für Sehnenbeschwerden erhöhen. Dazu gehören insbesondere Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone. Das Risiko kann bei älteren Menschen, eingeschränkter Nierenfunktion sowie bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Kortikosteroiden höher sein.

Treten während oder nach der Einnahme eines Fluorchinolons Schmerzen oder Schwellungen an einer Sehne auf, solltest Du die betroffene Region nicht weiter belasten und umgehend die behandelnde Praxis kontaktieren.

 

Symptome einer Achillessehnenentzündung

Typisch sind Schmerzen an der Rückseite des Unterschenkels beziehungsweise oberhalb der Ferse. Die Beschwerden können direkt am Fersenbein oder einige Zentimeter darüber auftreten.

Mögliche Symptome sind:

  • morgendliche Steifigkeit der Achillessehne
  • Anlaufschmerzen nach dem Aufstehen oder längerem Sitzen
  • Schmerzen beim Gehen, Laufen oder Treppensteigen
  • Beschwerden beim Zehenspitzenstand
  • Schmerzen bei Sprüngen oder schnellen Richtungswechseln
  • Druckempfindlichkeit an der Achillessehne
  • eine tastbare oder sichtbare Verdickung der Sehne
  • leichte Schwellungen im betroffenen Bereich
  • verminderte Kraft beim Abstoßen des Fußes
  • gelegentliches Reiben oder Knirschen bei Bewegung

In einem frühen Stadium lassen die Beschwerden während des Aufwärmens manchmal nach und kehren nach dem Sport oder am folgenden Morgen zurück. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Sehne wieder vollständig belastbar ist.

Bei fortgeschrittenen Beschwerden können bereits längeres Gehen oder alltägliches Treppensteigen schmerzhaft sein. Ruhe- oder Nachtschmerzen sind ebenfalls möglich, sollten aber ärztlich abgeklärt werden, da auch andere Ursachen dahinterstecken können.

 

Wie wird eine Achillessehnenentzündung festgestellt?

Die Diagnose erfolgt in erster Linie anhand der Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung. Dabei wird unter anderem geprüft, an welcher Stelle die Sehne schmerzt, ob eine Verdickung vorliegt und wie sie auf Belastung reagiert.

Zur Untersuchung können gehören:

  • Abtasten der Achillessehne
  • Beurteilung von Gangbild und Fußstellung
  • Prüfung der Beweglichkeit des Sprunggelenks
  • Zehenspitzenstand und einbeinige Fersenhebungen
  • Prüfung von Kraft und Ausdauer der Wadenmuskulatur
  • spezielle Tests zum Ausschluss eines Achillessehnenrisses

Ultraschall oder Magnetresonanztomografie sind für die Diagnose nicht immer erforderlich. Eine Bildgebung kann sinnvoll sein, wenn die Ursache unklar ist, die Beschwerden trotz Behandlung zunehmen, ein Teilriss vermutet wird oder ein medizinischer Eingriff geplant ist. Auch das Vorhandensein struktureller Veränderungen im Bild bedeutet nicht automatisch, dass diese die Schmerzen verursachen.

 

Wann solltest Du mit Achillessehnenschmerzen zum Arzt?

Wiederkehrende oder zunehmende Beschwerden sollten ärztlich oder physiotherapeutisch untersucht werden. Das gilt besonders, wenn alltägliches Gehen deutlich eingeschränkt ist oder sich trotz angepasster Belastung keine Besserung zeigt.

Zeitnah abklären lassen solltest Du:

  • plötzlich einsetzende starke Schmerzen
  • ein hör- oder spürbares Knallen im Bereich der Sehne
  • das Gefühl, von hinten gegen die Ferse getreten worden zu sein
  • einen größeren Bluterguss oder eine sichtbare Delle
  • einen plötzlichen Kraftverlust beim Abstoßen
  • die Unfähigkeit, auf den Zehenspitzen zu stehen
  • starke Rötung, Überwärmung oder Schwellung
  • Fieber oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall

Diese Anzeichen können unter anderem auf einen Achillessehnenriss oder eine andere behandlungsbedürftige Erkrankung hindeuten. Bei starker einseitiger Wadenschwellung sowie zusätzlicher Atemnot oder Schmerzen im Brustkorb ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

Behandlung einer Achillessehnenentzündung

Die Behandlung richtet sich nach der genauen Position, der Dauer und der Stärke der Beschwerden. In den meisten Fällen wird zunächst konservativ, also ohne Operation, behandelt.

Eine pauschale zweiwöchige Komplettpause ist nicht für jeden Betroffenen sinnvoll. Vor allem bei einer nicht akuten Tendinopathie sollte die auslösende Belastung angepasst, aber nicht jede Bewegung vollständig eingestellt werden.

Belastung vorübergehend anpassen

Laufen, Springen, Sprints und intensive Bergläufe sollten zunächst reduziert werden, wenn sie deutliche Beschwerden verursachen. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Du auf jede Form der Bewegung verzichten musst.

Je nach Ausprägung können weniger belastende Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen infrage kommen. Entscheidend ist, wie die Sehne während der Bewegung und am folgenden Morgen reagiert.

Mögliche Anpassungen sind:

  • Laufumfang und Geschwindigkeit vorübergehend reduzieren
  • Sprünge, Sprints und Bergläufe pausieren
  • längere Gehstrecken aufteilen
  • bei der Arbeit regelmäßige Entlastungspausen einlegen
  • zwischen belastenden Trainingseinheiten mehr Zeit einplanen
  • vorübergehend auf eine weniger belastende Sportart ausweichen

Eine deutliche Zunahme der morgendlichen Steifigkeit oder Schmerzen am Tag nach der Belastung kann darauf hinweisen, dass die aktuelle Beanspruchung noch zu hoch ist.

Achillessehne vorsichtig kühlen

Bei akuten Schmerzen kann eine zeitlich begrenzte Kühlung als angenehm empfunden werden. Lege einen in ein dünnes Tuch gewickelten Kühlakku für etwa 10 bis 20 Minuten auf den betroffenen Bereich. Eis sollte nicht unmittelbar mit der Haut in Kontakt kommen.

Die Kühlung kann Beschwerden vorübergehend lindern, verbessert aber nicht automatisch die Belastbarkeit der Sehne. Bei Durchblutungsstörungen, Taubheitsgefühlen oder auffälligen Hautreaktionen sollte auf die Anwendung verzichtet beziehungsweise ärztlicher Rat eingeholt werden.

Physiotherapie und gezielte Übungen

Ein schrittweise aufgebautes Belastungstraining gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Behandlung. Ziel ist es, die Wadenmuskulatur zu kräftigen und die Achillessehne wieder an die im Alltag oder Sport auftretenden Kräfte zu gewöhnen.

Dabei kommen je nach Beschwerdebild unterschiedliche Trainingsformen infrage:

  • statische Halteübungen
  • langsame Fersenhebungen und Absenkbewegungen
  • Übungen mit gestrecktem und gebeugtem Knie
  • schrittweise zusätzliches Gewicht
  • später Sprung-, Lauf- und sportartspezifische Übungen

Exzentrische Übungen, bei denen sich die Wadenmuskulatur unter Belastung verlängert, können Teil der Rehabilitation sein. Sie sind jedoch nicht die einzige wirksame Trainingsform. Entscheidend sind eine regelmäßige und individuell gesteigerte Belastung sowie die Reaktion der Sehne.

Einfache Fersenhebung als Einstiegsübung

Eine mögliche Einstiegsübung ist die beidbeinige Fersenhebung auf ebenem Boden:

  1. Stelle Dich hüftbreit hin und halte Dich bei Bedarf an einer stabilen Lehne fest.
  2. Hebe beide Fersen langsam an, bis Du auf den Fußballen stehst.
  3. Halte die Position kurz und senke die Fersen kontrolliert wieder ab.
  4. Führe nur so viele Wiederholungen aus, wie Du kontrolliert bewältigen kannst.

Die Belastung kann später durch mehr Wiederholungen, langsamere Bewegungen, zusätzliches Gewicht oder die einbeinige Ausführung gesteigert werden. Bei ansatznahen Beschwerden solltest Du die Ferse zunächst nicht unter das Niveau des Vorfußes absenken.

Ein Übungsprogramm sollte idealerweise nach einer Untersuchung zusammengestellt werden. Die aktuelle Leitlinie empfiehlt Sehnenbelastungsübungen als Behandlung der ersten Wahl, weist aber darauf hin, dass Intensität und Umfang an die individuelle Belastbarkeit angepasst werden müssen.

Medikamente nur gezielt einsetzen

Schmerzstillende oder entzündungshemmende Medikamente können bei stärkeren Beschwerden zeitweise infrage kommen. Ob und welcher Wirkstoff geeignet ist, sollte insbesondere bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder weiteren Medikamenten mit einer Arztpraxis oder Apotheke geklärt werden.

Schmerzmittel stellen die Belastbarkeit der Sehne nicht wieder her und sollten nicht dazu genutzt werden, trotz deutlicher Beschwerden unverändert weiterzutrainieren.

Kortisoninjektionen im Bereich der Achillessehne sind keine routinemäßige Behandlung. Aufgrund möglicher Risiken für das Sehnengewebe muss ihr Einsatz besonders sorgfältig fachärztlich geprüft werden. Die pauschale Empfehlung einer Kortisonsalbe oder lokalen Injektion aus dem bisherigen Artikel wurde deshalb entfernt.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Abhängig von der Ursache können zeitweise Fersenerhöhungen, angepasstes Schuhwerk, Tapes oder Bandagen zur Entlastung beitragen. Einlagen sind vor allem dann zu prüfen, wenn eine relevante Fußfehlstellung oder ein konkretes biomechanisches Problem vorliegt.

Bei länger anhaltenden Beschwerden kann eine Stoßwellentherapie erwogen werden. Sie ersetzt jedoch nicht das Belastungstraining. Eine Operation kommt nur selten infrage und wird meist erst geprüft, wenn ein über mehrere Monate konsequent durchgeführtes konservatives Behandlungskonzept keine ausreichende Besserung gebracht hat.

 

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Wie lange dauert eine Achillessehnenentzündung?

Die Dauer hängt davon ab, wie lange die Beschwerden bereits bestehen, welcher Teil der Sehne betroffen ist und wie gut sich die auslösende Belastung anpassen lässt. Auch Alter, Begleiterkrankungen und das individuell passende Training beeinflussen den Verlauf.

Bei einer leichten, früh erkannten Reizung kann sich innerhalb einiger Wochen eine Besserung zeigen. Eine länger bestehende Achillessehnentendinopathie benötigt häufig mehrere Monate. Viele Betroffene erreichen ihre vollständige schmerzfreie Aktivität erst nach sechs bis neun Monaten Rehabilitation.

Zwischenzeitliche Schwankungen sind möglich. Einzelne schmerzhaftere Tage bedeuten nicht zwangsläufig, dass die Behandlung gescheitert ist. Insgesamt sollten Belastbarkeit und Beschwerden jedoch eine positive Entwicklung zeigen.

 

Sport bei Achillessehnenentzündung

Ob Bewegung sinnvoll ist, hängt von der Art und Stärke der Beschwerden ab. Eine vollständige Ruhigstellung kann die Belastbarkeit der Wadenmuskulatur und Sehne zusätzlich verringern. Gleichzeitig sollte der Wiedereinstieg nicht zu schnell erfolgen.

Bevor Du wieder läufst oder eine sprungintensive Sportart aufnimmst, sollten folgende Voraussetzungen weitgehend erfüllt sein:

  • normales Gehen ist ohne deutliche Beschwerden möglich
  • Treppensteigen führt zu keiner starken Verschlechterung
  • die morgendliche Steifigkeit nimmt nicht weiter zu
  • beidbeinige und später einbeinige Fersenhebungen sind kontrolliert möglich
  • die Sehne reagiert am folgenden Tag nicht deutlich stärker
  • Kraft und Beweglichkeit sind annähernd seitengleich
  • sporttypische Bewegungen lassen sich kontrolliert ausführen

Beginne mit kurzen und weniger intensiven Einheiten. Steigere zunächst die Dauer, anschließend die Häufigkeit und zuletzt Tempo, Sprünge oder schnelle Richtungswechsel. Ein fester Zeitraum allein reicht nicht aus, um die Sportfähigkeit zu beurteilen.

 

So beugst Du einer Achillessehnenentzündung vor

Nicht jede Achillessehnentendinopathie lässt sich verhindern. Eine angemessene Trainingssteuerung kann jedoch dazu beitragen, dass sich die Sehne schrittweise an höhere Belastungen anpasst.

Folgende Maßnahmen können das Risiko reduzieren:

  • Trainingsumfang und Intensität langsam steigern
  • nach längeren Pausen mit geringerer Belastung beginnen
  • Erholungstage zwischen intensiven Einheiten einplanen
  • Sprünge, Sprints und Bergläufe dosiert integrieren
  • die Wadenmuskulatur regelmäßig kräftigen
  • unterschiedliche Trainingsreize miteinander kombinieren
  • auf gut sitzendes und zur Aktivität passendes Schuhwerk achten
  • abgenutzte Sportschuhe rechtzeitig ersetzen
  • Beschwerden nicht über längere Zeit ignorieren
  • Lauftechnik und Bewegungsabläufe bei Bedarf überprüfen lassen

Eine einzelne Übung mit festgelegten Wiederholungszahlen schützt nicht zuverlässig vor Achillessehnenbeschwerden. Sinnvoller ist ein langfristiges Krafttraining, das zum individuellen Trainingszustand und zur ausgeübten Sportart passt.

 

Was Du bei Achillessehnenbeschwerden vermeiden solltest

Bestimmte Verhaltensweisen können die Beschwerden verstärken oder den Belastungsaufbau erschweren. Vermeide deshalb:

  • unverändertes Training trotz zunehmender Schmerzen
  • eine plötzliche Rückkehr zum ursprünglichen Trainingsumfang
  • die Einnahme von Schmerzmitteln, um weitertrainieren zu können
  • aggressive Dehnübungen in den Schmerz hinein
  • kräftige Massagen direkt auf einer stark gereizten Sehne
  • pauschale Fersenabsenkungen über eine Treppenstufe
  • eine langfristige vollständige Ruhigstellung ohne Empfehlung
  • Eis oder Kühlakkus unmittelbar auf der Haut
  • eigenständige Kortisonanwendungen im Bereich der Sehne
  • das Ignorieren eines plötzlichen Knalls oder Kraftverlusts

 

Fazit: Achillessehnenentzündung erkennen und behandeln

Bei einer Achillessehnenentzündung handelt es sich häufig nicht um eine reine Entzündung, sondern um eine verminderte Belastbarkeit der Sehne. Typische Anzeichen sind morgendliche Steifigkeit, Anlaufschmerzen und Beschwerden beim Gehen, Laufen oder Zehenspitzenstand.

Die Behandlung besteht vor allem aus einer vorübergehenden Anpassung der auslösenden Aktivität und einem schrittweise gesteigerten Belastungstraining. Kühlung kann ergänzend als angenehm empfunden werden. Da starke oder plötzlich auftretende Schmerzen auch auf einen Achillessehnenriss hindeuten können, sollten entsprechende Warnzeichen zeitnah ärztlich untersucht werden.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Entzündung der Achillessehne?

Bei einer leichten Reizung kann sich innerhalb einiger Wochen eine Besserung zeigen. Länger bestehende Achillessehnenbeschwerden benötigen häufig mehrere Monate konsequente Rehabilitation.

Wie merkt man, dass die Achillessehne entzündet ist?

Typisch sind Schmerzen oberhalb der Ferse, morgendliche Steifigkeit und Druckempfindlichkeit. Die Beschwerden verstärken sich häufig beim Gehen, Laufen, Springen oder Zehenspitzenstand.

Ist Bewegung bei einer Achillessehnenentzündung gut?

Vollständige Ruhe ist bei einer nicht akuten Achillessehnentendinopathie meist nicht erforderlich. Sinnvoll sind angepasste Aktivitäten und ein individuell gesteigertes Kräftigungsprogramm, solange die Beschwerden nicht deutlich zunehmen.

Welche Salbe hilft bei einer entzündeten Achillessehne?

Eine kosmetische Kühlpflege kann ein angenehmes Hautgefühl erzeugen, stellt die Belastbarkeit der Sehne aber nicht wieder her. Ob ein medizinisches Schmerzgel geeignet ist, sollte mit einer Arztpraxis oder Apotheke geklärt werden. Ergänzend kann der Kühlgel Roll-On auf unverletzter Haut für ein kühlendes Gefühl sorgen.